Kuhkomfort

Hitzestress schadet lebenslang

In einer Langzeitstudie zeigt sich, dass bereits ein THI > 50  bei hochtragenden Kühen zu lebenslangen negativen Folgen für die Kälber und späteren Färsen führen.

In einer Langzeitstudie (2002-2013) der Universität Gießen werden die Effekte von  Hitzestress auf die tragende Kuh und die Auswirkungen auf das Kalb und spätere Färse  bis zur Schlachtung des Tieres untersucht.  Der THI (Temperatur × Luftfeuchtigkeitsindex) der letzten zwei Trächtigkeitsmonaten wurde gemessen und mit den nachfolgenden Färsenleistungen verglichen.
Für die Studie wurden die Lebensleistungen von 172 905 Holsteiner Milchkühe aus knapp 2000 Herden in der Bundesland Hessen herangezogen. Ausgewertet wurden: Milchleistung , Inhaltstoffe, Zellgehalt, Fruchtbarkeitskennzahlen und Lebensleistung. Bereits ein THI > 50  in den  letzten zwei Trächtigkeitsmonaten wirkte sich bis vier Wochen ante partum ungünstig aus auf: Den Milchfettgehalt, die Güstzeit und die Lebensmilchleistung. Kurz vor der Kalbung konnte ein nachteiliger THI-Effekt nicht mehr nachgewiesen werden.
Die Wissenschaftler empfehlen vor allem hochtragende Färsen vor Hitzestress zu schützen, um sie vor lebenslangen Minderleistungen zu schützen.
Quelle:  Kipp et al. 2021

Hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit  schadet  ungeborenen Kälbern . (Bildquelle: Weerda )

 

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