eLearning

Maximal 45 Minuten im Fressgitter

Der tägliche Frischabkalber-Check dient dazu, verdächtige Kühe zügig zu identifizieren, diese dann nach einem festen Schema zu untersuchen und behandeln. Wir zeigen, wie man das macht.

Gute Fruchtbarkeitsleistung und hohe Milchleistungen sind nur von gesunden, gut ausgefütterten Kühen zu erwarten. Bis zu 75 % aller Gesundheitsprobleme entstehen im ersten Monat nach der Abkalbung. Das erhöhte Erkrankungsrisiko beruht auf einem Rückgang der Trockenmasse-Aufnahme und der Immunkompetenz im geburtsnahen Zeitraum. Daraus können klinische oder subklinische Stoffwechselstörungen (Milchfieber, Ketose) entstehen, die weitere Erkrankungen begünstigen. Transitkühe müssen, beginnend drei Wochen vor der Kalbung bis drei Wochen danach, intensiv überwacht werden. Management-Fehler im Transit wirken weit über die Frühlaktation hinaus negativ auf Tiergesundheit und Leistung.

eLearning: Frischabkalber-Check in der Praxis 

In einem kurzen Film erklärt Tierarzt Stefan Borchardt, worauf man bei der sytematischen Untersuchung von Frischabkalbern achten muss:
– Organisation und Durchführung
– Ketosetest, Kotscoring, Drenchen
– Zielwerte, Dokumentation.
Hier geht es zum Kurs: Frischabkalber-Check in der Praxis
Für Flatrate-Inhaber ist der Kurs kostenfrei. 

Frischabkalber-Check

Die Überwachung der Frischabkalber dient dem frühzeitigen Erkennen und Behandeln kranker Kühe. In diesem eLearning zeigen wir, wie ein täglicher Frischabkalber-Check an den ersten zehn Lakationstagen organisiert und in die Arbeitsroutine integriert werden kann.
Es hat sich bewährt, die Kühe nacheinander zunächst von vorne und dann von hinten zu beurteilen. Auffällige Kühe „von vorne“ (z. B. schlechter Appetit) können markiert werden, um diese dann von hinten zu identifizieren und genauer zu untersuchen. Wichtig: Die Kühe sollten nicht länger als 45 Minuten im Fressgitter fixiert werden, denn sonst fehlt Zeit zum Liegen, Wiederkauen und Fressen.

Frischabkalber werden täglich von vorne und von hinten beurteilt.  (Bildquelle: Weerda )

Verdachtsfälle gründlich untersuchen

Müssen auffällige Kühe (geringe Futteraufnahme, Pansenfüllung, dünner Kot) genauer untersucht werden, sollte das gut organisiert und systematisch vonstatten gehen. Das spart Arbeitszeit und hält Kühe nicht unnötig lange vom Fressen ab. Neben der Messung der Körpertemperatur gehört auch das Abhören mit dem Stethoskop und der Blut-Ketosetest zur Untersuchung dazu. Beurteilen Sie die Kotkonsistenz und dokumentieren Sie die gefundenen Krankheiten. 
Zielwert für Krankheiten im geburtsnahen Zeitpunkt sind:
Ketose: <15 %
Nachgeburtsverhalten / Metritis: < 10%
Labmagenverlagerung:  <3%
Milchfieber: <3%

Nur verdächtige Kühe werden intensiv untersucht.  (Bildquelle: Weerda )

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