Modelle 

Notfalltraining am Modell

In Berlin fanden die  Notfall-Wochen statt. Studierende übten an Modellen, was im „worst case“ zu tun ist .

Für den Notfallkurs hat sich Jörg Aschenbach, Professor für Veterinär-Physiologie und Prodekan für Lehre am Fachbereich Veterinärmedizin, gemeinsam mit seinem Team ein besonderes Konzept ausgedacht: Zwei Wochen lang trainieren 160 Studierende eines Jahrgangs intensiv die häufigsten Notfälle der Tiermedizin. Dazu gehört ein von einem Auto angefahrener Hund ebenso wie ein Rind mit komplizierter Geburt, ein Huhn mit Verdacht auf Salmonellen oder ein Pferd mit Kolik. Statt echter Patienten werden beim Training Tiermodelle verwendet, um die Handgriffe und Abläufe zu üben.
„Insgesamt haben wir rund 90 Modelle im Einsatz“, sagt die Tierärztin Vera Losansky, die an Konzept und Umsetzung des Kurses mitgearbeitet hat. Nur einige wenige Übungen müssten an Tierkadavern durchgeführt werden. „Uns ist wichtig, dass die Studierenden Notfallwissen für verschiedene Tierarten erwerben, bevor sie sich im letzten Jahr ihrer Ausbildung auf Kleintiere, Pferde oder Nutztiere spezialisieren“, sagt Jörg Aschenbach. So könnten sie später schnell handeln, bis spezialisierte Kolleginnen und Kollegen verfügbar sind.
Der „CPR-Dummy“, ein Hundemodell, an dem unter anderem die Wiederbelebung nach einem Herzstillstand geübt wird, ist sogar interaktiv: Am Monitor können die Studierenden während der Herzmassage verfolgen, ob sie alles richtig machen und das Herz wieder schneller zu schlagen beginnt. So luxuriös sind die meisten anderen Modelle zwar nicht ausgestattet, aber Form, Größe, Gewicht und äußere Beschaffenheit der Tiere – das ist wichtig für die Haptik – sind so realitätsnah wie möglich nachgebildet; aufklappbare Elemente bieten Einblick in das Innere.

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