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Pansenazidose erkennen und bekämpfen

Die subacute Pansenazidose belastet jede zweite Kuh in der Transitphase und führt zu Fruchtbarkeitsstörungen und Klauenproblemen in der Herde.

Dr. Daniela Marthold erklärt, wie sie das Problem „SARA“ in der Praxis erkennt und was jeder Tierhalter dagegen tun kann: Definition, Diagnose, Azidose-Audit.  Hier geht es zum Kurs   Kostenfrei für Flatrate-Inhaber. 

Jede zweite Kuh betroffen

Weltweit durchgeführte Studien belegen, dass rund 50 % der Milchkühe von Pansenazidose betroffen sind. Wenn wir von Pansenazidose sprechen, meinen wir i.d.R.  die subklinische Pansenazidose, auch SARA (sub acute ruminal acidosis) genannt. Im Unterschied zur akuten Azidose, bei der der pH-Wert im Pansen schnell und anhaltend auf Werte von 5,5 und weniger fällt, ist die SARA durch einen schleichenden, wiederholten pH-Wert-Abfall im Pansen auf unter 5,8 über einen kürzeren Zeitraum von 3 bis 5 Stunden charakterisiert. Die Anzeichen für SARA sind vielfältig, aber nicht eindeutig, daher bemerkt der Milchkuhhalter sie häufig spät oder gar nicht.

Saurer ph-Wert schädigt das Epithel

Oft wird die Ursache der Pansenazidose ausschließlich in der Rationsgestaltung gesucht. Beispielsweise wird ein hoher Anteil an leicht fermentierbaren Kohlenhydraten (Stärke und Zucker), oft als ursächlich für das Ungleichgeweicht im Pansen angesehen, denn wenn die Bildung von Milchsäure überhandnimmt, sinkt der pH-Wert im Pansen immer weiter und Pansenmikrobiom sowie Pansenepithel werden nachhaltig geschädigt. Obwohl dies einer der möglichen Gründe für das Auftreten von Pansenazidose sein kann, gibt es allerdings weitere Faktoren, die ebenfalls eine Rolle für das Entstehen des Problems spielen.

SARA verändert das Pansenepithel und  führt zu Pansenfermentationsstörungen. (Bildquelle: Rumenschool)

Risikogruppe: Transitkühe

Zudem werden betroffene Tiere häufig nicht früh genug erkannt, weil die Anzeichen ebenso vielfältig sind wie die möglichen Ursachen. Dazu kommt, dass viele Erzeuger hauptsächlich die Tiere in der Hochlaktation als gefährdete Tiergruppe ansehen, da diese die maximale Kraftfuttermenge bekommen. Zahlreiche Praxisversuche zeigen allerdings, dass SARA fast ausschließlich ein Bestands- bzw. Tiergruppenproblem ist, und dass es selten die Tiere mit den höchsten Leistungen trifft. Tatsächlich tritt SARA oft gerade bei Tieren vor der Kalbung auf oder mit der Umstellung in die Vorbereiterphase (Transit), obwohl diese Tiere keine hohen Mengen an Stärke und Zucker erhalten.

Neues eLearning 

Warum ist das so? Welche Rolle spielt der Pansen-pH-Wert überhaupt beim Thema Pansengesundheit und Effizienz? Welche Ursachen gibt es neben der Rationsgestaltung noch für das Auftreten von Pansenazidose? Wie können gefährdete Tiere frühzeitig erkannt werden und welche Management- und Fütterungsmaßnahmen können ergriffen werden, um die subklinische Pansenazidose zu bekämpfen?
Antworten auf diese Fragen und viele weitere Hintergrundinformationen und Erklärungen anhand von Praxisbeispielen erhalten Sie im eLearning-Modul: „Pansenazidose erkennen und bekämpfen“.

Daniela Marthold

RedakteurRinderspezialberatung

Das eLearning zum Thema SARA dauert 45 MInuten.  (Bildquelle: Vortrag Marthold)


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