Weiterbildung 

Tierärzte, jetzt bewerben!

Tierärzte können sich im Masterstudiengang Tiergesundheit weiterbilden für die anspruchsvolle Arbeit in der Bestandsbetreuung. Bayern vergibt jetzt Stipendien. 

Mit 30 Stipendien will die bayerische Landesregierung qualifizierte Nachwuchskräfte für die tierärztliche Versorgung vor allem im Nutztierbereich gewinnen. Dafür stellt das zuständige Münchener Umweltministerium insgesamt rund 330.000 Euro bereit. Gefördert wird die Ausbildung in dem neuen Masterstudiengang „Tiergesundheit“, der eine gezielte fachliche Weiterbildung für Tierärzte bietet und damit eine tragende Säule im „Zukunftskonzept Landtierärzte“ des Freistaats bildet. „Zum Tierschutz gehört auch die tierärztliche Versorgung. Mit dem Zukunftskonzept Landtierärzte wollen wir für mehr Tierärzte in der Fläche sorgen“, erklärte Umweltminister Thorsten Glauber.  Ein entscheidender Baustein sei dabei die Qualifikation, denn „mehr Wissen heißt auch mehr Tierschutz“. Mit den Stipendien können nach Angaben von Glauber die Studienkosten für die Teilnehmer weitgehend kompensiert werden. Gefördert würden aus den ersten beiden Studiendurchgängen jeweils 15 Studierende für maximal vier Semester. Voraussetzung sei unter anderem, nach Abschluss des Studiengangs mindestens 60 Monate als Tierärztin oder Tierarzt in der kurativen Nutztierversorgung in Bayern zu arbeiten. Der interdisziplinäre Weiterbildungsstudiengang für Tierärzte wird dem Minister zufolge zusammen mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der tierärztlichen Fakultät der LMU München ab dem Wintersemester 2021/22 angeboten. Rund 20 bis 30 Studenten sollten ihn pro Semester absolvieren können. Der Aufbau des Studiengangs werde mit rund 200 000 Euro unterstützt. Die „Zukunftsstrategie Landtierärzte“ baut laut Glauber neben dem neuen Masterstudiengang zusätzlich insbesondere auf eine Unterstützung attraktiver Praxismodelle, Verbesserungen bei der Vergütung und ein neues Spezialisten-Netzwerk. Ziel sei es, den Tierarztberuf auf dem Land insbesondere in der Nutztierpraxis insgesamt attraktiver zu gestalten, um möglichen Versorgungslücken frühzeitig entgegenzuwirken.
 AgE

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