Tierwohl

Wohin mit den Bullenkälbern?

Projekt „WertKalb“ soll Lösungen erarbeiten wie das „Kälberproblem“ in der  Milchkuhhaltung gelöst werden kann.  

Männliche Holstein-Kälber verlassen im Alter von zwei bis fünf Wochen den Milchkuhbetrieb und gehen in die Mast. Oft ist der Weg dahin mit langen Transporten verbunden. Wegen der geringen zu erwartenden Mastleistung sind ihre Einkaufspreise sehr niedrig (< 50 Euro). Nicht immer bekommen die Tiere auf dem Betrieb, dem Transport und im Maststall die Aufmerksamkeit, die sie brauchen, um das gesund zu überstehen.
Das allseits bekannte „Kälberproblem“ hat die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) zum Anlass genommen, nach Lösungen zu suchen.
In einem Forschungsprojekt wird untersucht, wie Kälber, die bei der Milchproduktion geboren werden, aber nicht für die Mast gebraucht werden, essentieller Teil der Wertschöpfungskette werden können. Das Projekt „WertKalb – soll in den nächsten drei Jahren innovative Lösungen erarbeiten, aus denen Handlungsoptionen für die Praxis resultieren.
Diese Punkte sollen diskutiert werden:
  • Reduzierung der Kälberzahl durch eine verlängerte Güstzeiten
  • die Entwicklung und Förderung von artgerechten Kuh-Kalb-Systemen
  •  die Steigerung der Fleischleistung, z.B.  bei Holstein Kälbern
  • die Beseitigung des Transportproblems durch Förderung der Regionalität durch mobile Schlachteinheiten
  • wertvermittelnde Marketingkonzepte, wie z.B. die regionale „Bruderkalb“-Vermarktung 
 

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