Geflügelpest

Geflügelpest auf dem Vormarsch

Für die professionellen Geflügelhalter in den Niederlanden gilt seit letzter Woche ein Aufstallungsgebot, um der Infektion der Tiere mit der Geflügelpest vorzubeugen.

Landwirtschaftsministerin Carola Schouten begründete die Maßnahme mit dem Fund von sechs toten Höckerschwänen bei Utrecht, von denen zwei nach amtlicher Bestätigung mit dem hochpathogenen Geflügelpestvirus des Subtyps H5N8 infiziert waren. Außerdem werde noch eine tote Pfeifente aus demselben Gebiet auf Geflügelpest untersucht. Experten zufolge könnte das Virus von Zugvögeln aus Russland eingeschleppt worden sein.
Unterdessen rief auch Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus die Geflügelhalter zu besonderer Vorsicht auf. „Die aktuellen Fälle bei Wildvögeln in den Niederlanden zeigen, dass auch in Mecklenburg-Vorpommern mit Fällen gerechnet werden muss. Insofern sollten Überwachungsmaßnahmen bei toten oder kranken Wildvögeln unverzüglich intensiviert sowie die Biosicherheit in den Geflügelbetrieben überprüft werden“, sagte der Minister in Schwerin.
Backhaus appellierte an die Bevölkerung, Funde mehrerer toter Wildvögel und vor allem gehäufte Funde unverzüglich den Veterinärämtern der Landkreise und kreisfreien Städte zu melden, damit diese im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock untersucht werden und erforderlichenfalls schnell Maßnahmen angeordnet werden könnten.
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems hatte bereits Anfang Oktober eine neue Risikoeinschätzung zum Auftreten der Geflügelpest in Deutschland vorgelegt und - wie zuvor schon die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und das Europäische Zentrum für die Prävention von Krankheiten (ECDC) - vor der Vogelgrippe gewarnt.
Quelle: AgE

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