Antibiotikaeinsatz

Geflügelwirtschaft verzichtet auf  Reserveantibiotikum 

Die deutsche Geflügelwirtschaft will in Zukunft auf das Reserveantibiotikum Colistin verzichten. Dieses wird in der Humanmedizin als besonders relevant eingestuft.

Die deutsche Geflügelwirtschaft will künftig in der Masthähnchen- und Putenhaltung komplett auf den Einsatz des Reserveantibiotikums Colistin verzichten. Das Antibiotikum wird in der Humanmedizin als besonders relevant eingestuft. Daneben soll auch der Einsatz von Fluorchinolen signifikant reduziert werden. Das hat der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) anlässlich der Kritik des Bundeslandwirtschaftsministeriums an seinem Aktionsplan Antibiotika bekräftigt.
ZDG-Präsident Friedrich-Otto Ripke sprach von einem „sehr konkreten, sehr weitgehenden Angebot“ und erklärte: „Der Komplettverzicht auf Colistin ist ein bedeutender Schritt auf dem gemeinsam zu beschreitenden Weg, Antibiotikaresistenzen bestmöglich zu verringern.“
Die Branche verpflichte sich trotz erheblicher Kraftanstrengungen freiwillig dazu. Gleichzeitig sei aber auch der Staat gefordert. Notwendig sei ein klarer Rechtsrahmen im Sinne eines gesetzlichen Verbots von Colistin. Ripke zufolge ist die Geflügelwirtschaft mit ihrer Zusage dem Anspruch vollends gerecht geworden, in dem Aktionsplan konkrete Vorschläge zur Reduzierung des Einsatzes insbesondere von Reserveantibiotika vorzulegen. Nicht zielführend sei hingegen die Position des Bundeslandwirtschaftsministeriums, über den Umweg des Arzneimittelrechts Tierhaltungsvorschriften erlassen zu wollen.
Quelle: AgE

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