Initiative Tierwohl: Arbeitsteilige Ferkelproduktion außen vor?

Das Anmeldeverfahren für die Initiative Tierwohl ist eröffnet. Einige Betriebe haben sich bereits entschieden, andere zögern noch oder haben Fragen. Beispielsweise ist die Frage aufgetreten, ob die arbeitsteilige Ferkelproduktion oder Schweinemast an der Aktion teilnehmen kann. Diese Frage wird von

Das Anmeldeverfahren für die Initiative Tierwohl ist eröffnet. Einige Betriebe haben sich bereits entschieden, andere zögern noch oder haben Fragen. Beispielsweise ist die Frage aufgetreten, ob die arbeitsteilige Ferkelproduktion oder Schweinemast an der Aktion teilnehmen kann.
Diese Frage wird von der Initiative Tierwohl wie folgt beantwortet: In der Startphase können nur Landwirte teilnehmen, die die gesamte Ferkelproduktion innerhalb einer VVVO-Nummer haben. Wenn Deckzentrum, Wartebereich und Abferkelbereich der gesamten Herde also an einem Standort (unter einer VVVO-Nummer) gehalten werden, können die Tierhalter teilnehmen. In einer späteren Ausbauphase ist vorgesehen, dass auch arbeitsteilige Ferkelproduktionssysteme, deren verschiedene Phasen an Standorten mit unterschiedlichen VVVO-Nummern ablaufen, teilnehmen können.
Zur Ferkelaufzucht: Es kann derjenige Betrieb teilnehmen, der die Ferkel direkt nach dem Absetzen aufzieht. Das Gewicht, bis zu dem die Ferkel aufgezogen werden, wird in der Regel etwa 30 kg betragen. Eine Aufzucht bis zu einem deutlich geringeren (z.B. unter 20 kg) oder deutlich höherem Gewicht (z.B. bis 50 kg) ist ebenfalls möglich. Der Tierwohlzuschuss ist auf maximal 8,7 Ferkel je Ferkelaufzuchtplatz und Jahr begrenzt. Bezieht ein Betrieb Ferkel nicht direkt nach dem Absetzen, sondern von einem anderen vorgeschalteten Aufzuchtbetrieb, kann er nicht an der Initiative Tierwohl teilnehmen.
Auch bei der arbeitsteiligen Schweinemast kann derjenige Betrieb teilnehmen, der die Schweine bis zum Zeitpunkt der Schlachtung mästet. Das Gewicht, mit dem die Ferkel eingestallt werden, wird in der Regel etwa 30 kg betragen. Eine Mast von einem deutlich geringeren (z.B. unter 20 kg) oder deutlich höherem Gewicht an (z.B. bis 50 kg) ist ebenfalls möglich. Der Tierwohlzuschuss ist auf maximal 3,5 Schweine je Tierplatz und Jahr begrenzt. Diejenigen Betriebe, die die Tiere nicht bis zur Schlachtung mästen (z.B. nur Vormast) und die Schweine dann an einen weiteren nachgelagerten Betrieb zur Endmast verkaufen, können nicht teilnehmen.

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