Antibiotika-Resistenzen

Neues Antibiotikum ohne Resistenzen entwickelt

Der Princeton Universität ist es gelungen, ein neues Antibiotikum zu entwickeln, gegen das Bakterien keine Resistenzen bilden können. 

Die Antibiotika-Resistenzen nehmen weltweit zu, die Anzahl der noch einsetzbaren Wirkstoffe jedoch neigt sich langsam dem Ende zu. Nun gibt es Hoffnung auf ein neues Antibiotikum.
Forschern der Princeton University gelang es offenbar, ein Antibiotikum zu entwickeln, welches zunächst die Außenmembran von Bakterien durchlöchert. Anschließend blockiert es im Inneren ein Enzym, das für die Produktion von Folsäure notwendig ist. Folsäure wird von Bakterien z. B. für die Bildung von DNA und RNA benötigt. Dieser doppelte Angriff auf das Bakterium soll verhindern, dass die Mikroben wirksame Schutzmechanismen entwickeln und damit resistent gegen das Antibiotikum werden können. 

Wirkung gegen gram-negativ und gram-positiv

Im Versuch war der neue Wirkstoff in der Lage, sowohl grampositive Staphylokokken und Enterkokken als auch gramnegative E. Coli und Neisserien zu eliminieren. „Damit wäre dies das erste Antibiotikum, das gegen grampositive und gramnegative Bakterien wirkt, ohne dabei Resistenzen zu entwickeln“, erklärte Zemer Gitai von der Princeton Universität. Da alle Versuche der Wissenschaftler gegen den Wirkstoff resistente Keime zu züchten, fehl schlugen, nannten sie den neuen Wirkstoff „Irrestin-16“. Das Antibiotikum ist nach chemischer Optimierung hundertfach effektiver gegen Bakterien als gegen menschliche Zellen, sodass zur Therapie geringe Dosierungen ausreichen sollen und diese keine Nebenwirkungen erzeugen sollen. Klinische Studien mit dem neuen Arzneimittel gibt es jedoch bisher noch nicht. 
Quelle: Princeton University, VETimpulse  

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