Tierseuchen

Schmallenberg-Virus wieder aufgetreten

Es ist der erste Nachweis seit drei Jahren: Das Landesuntersuchungsamt (LUA) hat das Schmallenberg-Virus bei zwei neugeborenen Ziegen eines Bestandes aus der Pfalz festgestellt.

Das Schmallenberg-Virus wird durch Stechmücken (Gnitzen) von Tier zu Tier übertragen. Infizierte Schafe, Ziegen oder Rinder zeigen selbst keine oder nur vorübergehende Krankheitssymptome wie Fieber, Durchfall und Rückgang der Milchleistung. Trächtige Tiere bringen jedoch als Spätfolge einer Infektion Lämmer beziehungsweise Kälber mit starken Missbildungen zur Welt, was bei der Geburt zu Komplikationen führen kann. Da die meisten Jungtiere im Frühjahr zur Welt kommen, sollten Tierhalter ihre Schafe, Ziegen oder Rinder in den kommenden Wochen genau beobachten.
Ein zugelassener Impfstoff gegen das Schmallenberg-Virus steht zur Verfügung. Tierhalter können darüber hinaus versuchen, ihre Tiere mit insektenabwehrenden Mitteln (Repellentien) oder durch die Unterbringung im Stall vor Mückenstichen zu schützen.
Das FLI informiert in einem Steckbrief zum Schmallenberg-Virus über Erreger und Erkankung.
Quelle: LUA Koblenz