Tiertransporte

Strengere Regeln für Tiertransporte

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) will die Dauer von Tiertransporten innerhalb Deutschlands bei Temperaturen von über 30°C  auf viereinhalb Stunden begrenzen. 

Die Dauer von Nutztiertransporten innerhalb Deutschlands soll unter bestimmten Voraussetzungen auf viereinhalb Stunden begrenzt werden. Diese Begrenzung soll greifen, wenn sich nicht sicherstellen lässt, dass zu jedem Zeitpunkt während der Beförderung im Aufenthaltsbereich der Tiere eine Temperatur von höchstens 30 °C herrscht. Das geht aus dem Referentenentwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums zur Änderung der Tierschutz-Transportverordnung hervor.
Die gegenwärtige Rechtslage sieht eine Beförderungshöchstdauer zu einem Schlachthof von acht Stunden für Nutztiere vor. Diese kann unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. bei belüfteten Straßentransportmitteln, verlängert werden. Das EU-Recht steht strengeren Tierschutzvorgaben für Transporte, die ausschließlich innerhalb eines Mitgliedslandes erfolgen, nicht entgegen.
Die geplante Beförderungshöchstdauer von viereinhalb Stunden korrespondiert dem Entwurf zufolge mit gemeinschaftsrechtlichen Sozialvorschriften. Demnach habe ein Fahrer nach einer Lenkdauer von viereinhalb Stunden eine Fahrtunterbrechung von wenigstens 45 Minuten einzulegen. Bei Stillstand des Fahrzeugs könnten die Temperaturen im Innenraum allerdings deutlich über die Außentemperatur steigen; nach einem Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) erhöhe sich die Belastungssymptomatik der Tiere vor allem während der Standzeiten.
Quelle: AgE

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