Coronavirus

Tierarztpraxis unter Quarantäne – was tun?

Der Nachweis von COVID-19 bei einem Mitarbeiter oder Kunden kann zur Folge haben, dass die gesamte Tierarztpraxis unter Quarantäne gestellt wird. Wer zahlt die Gehälter und Kosten?

Wir-sind-tierarzt.de haben verschiedene Szenarien durchdacht und stellen weiterführende Links zur Verfügung: 
  • So gilt bei einem Angestellten, der wegen COVID-19 krankgeschrieben ist, die reguläre Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
  • Wird die Quarantäne der Praxis behördlich angeordnet, greift §56 des Infektionsschutzgesetzes analog zu den Regelungen für Arztpraxen. Demnach hat der Arbeitgeber dann Anspruch auf Rückerstattung der Kosten für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall durch das Land. Auch die Praxisinhaber haben dann Anspruch auf Entschädigung des Verdienstausfalls.
  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht jetzt bereits, wenn 10 Prozent der Mitarbeiter vom Arbeitsausfall betroffen sind.
  • Weitere arbeitsrechtliche Auswirkungen hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zusammengestellt.
  •  Über die Einstufung des tierärztlichen Berufes als „systemrelevant“ gibt es hierzulande noch keine offizielle Aussage. Laut wir-sind-tierarzt.de ist es wahrscheinlich, dass dies ähnlich wie Österreich bestätigt wird. Dort gilt: „TierärztInnen tragen in der medizinischen (Grund-)Versorgung von Tieren sowie in der Lebensmittelproduktion und Hygiene eine ganz entscheidende Rolle.“ Daher sind sie nicht vom sog. Lock-Down betroffen, sondern dürfen den Geschäftsbetrieb mit Publikumsverkehr aufrechterhalten. Dann dürften auch die Kinder der Tierärztinnen und Tierärzte oder der TFAs bei Schul- und Kitaschließung in einer Notbetreuung versorgt werden.
  • Präventive Maßnahmen und Empfehlungen für Kleintierpraxen und -kliniken im Umgang mit COVID-19 gibt die Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin. Für Großtierpraxen gelten grundsätzlich die allgemeinen Präventivregeln im Umgang mit anderen Menschen wie Abstandhalten, Händewaschen und „Nies- und Husthygiene“.
Wir Tiermediziner/Innen haben auch Virologie, Epidemiologie, Hygiene und Biosicherheit zum Schutz von Mensch und Tier „gebüffelt“, nun lasst uns auch besonnen danach handeln!
Weiterführende  Links unter : 
Auch der bpt informiert seine Mitglieder darüber, was Praxisinhaber/innen jetzt beachten sollten