Zweites Corona-Gesetz

Tiermedizin hilft Menschen !

Tiermedizinische Labore sollen zukünftig doch die Kapazitäten für SARS-CoV-2-Tests erweitern.

Ende März hatte die Tierärzteschaft ihre Hilfe durch Einbindung der tiermedizinischen Labore zur Erweiterung der Laborkapazitäten für COVID-19-Tests angeboten. Der bpt schätzte, so rund 70.000 weitere Tests pro Woche anbieten zu können. Aufgrund einer fehlenden Abrechnungsgrundlage durch die Kassenärztliche Vereinigung und weil die Labore nicht von zugelassenen Humanmedizinern betrieben werden oder diese beschäftigen, war das Angebot bislang nicht angenommen worden.

Tiermedizinische Labore öffnen ihre Türen

Das soll sich jetzt ändern, denn der Entwurf des zweiten Corona-Gesetzes sieht Massentests zur Eindämmung der Corona-Pandemie vor. Es sollen zukünftig auch symptomunabhängig Tests durchgeführt und von den Krankenkassen bezahlt werden. Bislang sah die Regel des Robert-Koch-Instituts vor, nur bei begründetem Infektionsverdacht aufgrund von Kontakt zu Infizierten, Rückkehr aus Risikogebieten und Tätigkeit in Gesundheitsberufen Tests durchzuführen. Darüber soll ein besseres Bild der Erregerausbreitung gewonnen werden. Über das „Zweite Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ soll am 29. April im Bundeskabinett und am 7. Mai im Bundestag beraten werden.

Weiterhin Tierseuchendiagnostik und Lebensmittelsicherheit

Insbesondere in Hinblick auf die Afrikanische Schweinepest weisen die Labore darauf hin, dass weiterhin wichtige Untersuchungen der Tierseuchendiagnostik durchgeführt werden. Auch die Untersuchung von Lebensmittelproben werden aufrechterhalten, um die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten.
Allerdings können Landwirte und Tierärzte z.B. für die Handelsuntersuchungen auf Blauzungenkrankheit nicht mehr auf das Landesuntersuchungsamt Koblenz (LUA), Rheinland-Pfalz, zurückgreifen. Die eigentlich staatlichen Handelsuntersuchungen wurden Privatlaboren übertragen. Sie sind notwendig, um die männlichen Kälber aus dem Restriktionsgebiet verbringen zu können. Der Übergang auf Privatlabore führte bei der Umstellung zu Ärger aufgrund erhöhter Untersuchungskosten und nicht abtransportierter Kälber.
Quellen: bpt, LUA Koblenz, wir-sind-tierarzt.de

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