Tierschutz: Brandenburger Bauern zum Dialog bereit

Seine Bereitschaft zu einem „konstruktiven und ehrlichen Dialog“ über die Nutztierhaltung in Deutschland hat der Landesbauernverband (LBV) Brandenburg betont. Der Verband wies vergangene Woche darauf hin, dass wissenschaftliche Untersuchungen Deutschland beim Tierschutz in der Nutztierhaltung

Seine Bereitschaft zu einem „konstruktiven und ehrlichen Dialog“ über die Nutztierhaltung in Deutschland hat der Landesbauernverband (LBV) Brandenburg betont. Der Verband wies vergangene Woche darauf hin, dass wissenschaftliche Untersuchungen Deutschland beim Tierschutz in der Nutztierhaltung weltweit einen Spitzenplatz bescheinigten. Dies sei das Verdienst der Landwirte und ihrer täglichen Arbeit in den letzten Jahrzehnten, betonte der LBV.
Der biologische Zusammenhang, dass nur gesunde Tiere auch hohe Leistungen erbringen könnten, werde in der aktuellen Tierhaltungsdebatte allerdings oft ausgeblendet. Dabei liege das Wohl der Tiere im Eigeninteresse der Landwirte und stelle somit keinen Widerspruch zu den Wünschen der Gesellschaft dar, erklärte der Verband.
Mit Forderungen nach starren Bestandsobergrenzen und einer generellen Blockade bei der Weiterentwicklung der Tierhaltung wird die aktuelle Tierhaltungsdebatte jedoch nach seiner Überzeugung nicht fachlich geführt, sondern ideologisch missbraucht. So sei der Aufruf zum „Volksbegehren gegen Massentierhaltung“ in einer der nutztierärmsten Regionen Deutschlands mit durchschnittlich weniger als einer halben Kuh pro Fußballfeld rational nicht nachvollziehbar, so der LBV. Schließlich drohe im Falle einer Einschränkung der regionalen Produktion die Einfuhr der entsprechenden Produkte von weither. Diese Kurzsichtigkeit und fehlende Wertschätzung gegenüber einer ganzen Branche stießen zunehmend auf das Unverständnis der Brandenburger Landwirte. Gleichwohl sei man im Sinne einer weiteren Verbesserung des Tierwohls sowie dem Erhalt von Arbeitsplätzen bereit zum Dialog. (AgE)