Tierschutzbund: Deutlich mehr Verstöße bei Transporten

Nach Informationen des Deutschen Tierschutzbundes ist die Zahl der Tierschutzverstöße bei Tiertransporten enorm gestiegen.

Der Verband beruft sich dabei auf einen Bericht der Bundesregierung an die Europäische Kommission. Besonders prekär seien die Bedingungen beim Transport von Schlachtvieh ins Ausland.
Immer wieder werden dabei zahlreiche Missstände wie das Überschreiten der zulässigen Ladedichte, defekte Lüftungen oder eine fehlende Wasserversorgung aufgedeckt. Auch Ruhezeiten würden oft unzureichend oder überhaupt nicht eingehalten. Oftmals seien die Tiere gar nicht transportfähig, litten unter Verletzungen oder Lahmheiten.
Die Tierschützer fordern daher intensivere Kontrollen und einheitliche Sanktionierungsmöglichkeiten. „Wer kontrolliert, der muss auch ahnden: Es kann nicht sein, dass Verstöße offensichtlich und bekannt sind, aber niemand handelt. Bundesregierung und EU-Kommission müssen die teils katastrophalen Verhältnisse bei Tiertransporten endlich wirksam bekämpfen“, fordert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
Seiner Meinung nach muss es das Ziel sein, die Lebendtiertransporte langfristig zu reduzieren und durch den Transport von Kühlware zu ersetzen.

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