Tierseuchen

Blauzungenimpfung jetzt auch in Rheinland-Pfalz bezuschusst

BT Schaf LUA
Für das BT-Virus sind Wiederkäuerarten empfänglich, also z. B. Rinder, Schafe, Ziegen, Lamas, Alpakas oder Wildwiederkäuer in Gehegen. Foto: LUA Koblenz: Schaf mit Blauzungenkrankheit

Seit Januar 2019 ist ganz Rheinland-Pfalz BT-Restriktionsgebiet. Empfängliche Tiere können die Sperrzone nur unter Auflagen verlassen, dazu zählt die Impfung. Diese wird ab jetzt durch MUEEF und Tierseuchenkasse bezuschusst.

In Baden-Württemberg und Bayern wurden Beihilfen zur Blauzungenimpfung seit Beginn des Erregernachweises in den Bundesländern gewährt. Jetzt zahlt Rheinland-Pfalz sogar noch einen etwas höheren Zuschuss. Für Rinder beträgt die Beihilfe 1,50 Euro pro Impfung. Geimpft werden kann sowohl gegen Serotyp 8 als auch gegen Serotyp 4, die Beihilfe wird "pro Spritze" gewährt. Das Land trägt von der Beihilfe bei Rindern 80 Cent, die Tierseuchenkasse 70 Cent pro Impfung. Für Schafe und Ziegen werden 1 Euro pro Impfung gefördert – 60 Cent übernimmt das Land, 40 Cent die Tierseuchenkasse. Die Antragstellung und Abwicklung der Impfkosten-Förderung erfolgt durch die Tierseuchenkasse, rückwirkend können allerdings keine Impfungen bezuschusst werden.

Im südlichen Rheinland-Pfalz wurde in dieser Woche erneut ein Ausbruch der Blauzungenkrankheit festgestellt, zuletzt war dies im Januar 2019 in Rheinland-Pfalz und im Mai 2019 in Deutschland der Fall. Die Restriktionen für den Transport und Handel mit empfänglichen Tieren auf Grund des bereits eingerichteten Sperrgebietes werden mindestens 2 Jahre bestehen.

Von Dezember 2018 bis heute haben knapp 30 Prozent der rund 330.000 Rinder und rund 10 Prozent der kleinen Wiederkäuer in Rheinland-Pfalz einen gültigen Impfschutz gegen die Blauzungenkrankheit erhalten. „Dies ist zu wenig, um das Virus zu tilgen, aber eine Basis, die wir jetzt mit dem Impfzuschuss ausbauen wollen“, sagte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken.

Hintergrund:
Die Impfung schützt empfängliche Tiere vor einer Infektion mit der Blauzungenkrankeit. Das Virus wird über kleine, blutsaugende Mücken (Gnitzen) zwischen den empfänglichen Tieren übertragen. Je nach Verlauf kann die Infektion mit ausgeprägten Krankheitsanzeichen und damit verbundenen Schmerzen, Leiden und Schäden für die erkrankten Tiere einhergehen. Wird ein Ausbruch festgestellt, muss der Betrieb so lange gesperrt werden, bis keine Gefahr mehr von den infizierten Tieren ausgeht. Das bedeutet, dass empfängliche Tiere über mehrere Wochen nicht verbracht werden dürfen.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland Pfalz

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