Berlin-Brandenburgischer Rindertag

Mehr Metritis bei subklinischem Kalziummangel

Subklinsiches Milchfieber ist postpartum sehr verbreitet

Die Kalziumkonzentrationen in den ersten drei Laktationstagen hat entscheidenden Einfluss auf das Auftreten einer Metritis.

In der Studie von Dr. Peter Venjakob, FU-Berlin  wurden rund 4000 hochleistende Milchkühe an Tag 0,1 und 3 p.p. Blutproben entnommen und die Serumkalziumkonzentration bestimmt. Zusätzlich wurden die Kühe bis Tag 10 p.p. klinisch auf Symptome von NGV, Metritis, Mastitis oder LMV untersucht.

Anhand der Ergebnisse der Blutuntersuchungen konnte man die Tiere in klinisch erkrankt (7%), subklinisch (41%) und gesund (52%) eingeteilt.

Knapp die Hälfte der Kühe hatten einen messbaren Kalziummangel.

Je höher die Laktationsnummer war, desto niedriger waren die Kalziumkonzentrationen an Tag 1 und 3. Wobei multipare Kühe ihren Tiefpunkt an Tag 1 hatten und Erstlaktierende an Tag 3. 
Erniedrigter Serumkalziumwert an Tag 3 p.p. hat größte Vorhersagekraft für das auftreten einer Metritis. Bei erstlaktierenden Kühen ist das Risiko besonders hoch an Metritis zu erkranken. Über 20 % entwickelten eine Metritis (vs. 8% bei Kühen).
Ob die HypoKalcämie Ursache (gesenkter Muskeltonus o. Immunsystem ) oder Folge (gesunkene Futteraufnahme durch Schmerzen, Entzündung) ist, muss noch untersucht werden. 

Dr. Livia Bella Paul, Tierärztin aus NRW

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