Klimaschutz

Methanzuchtwert für neuseeländische Schafe

Schafe
In Neuseeland entfallen etwa 30 % aller Treibhausgase des Landes auf das Methan von Weidetieren, weshalb auch für Rinder an emissionssenkenden Lösungen gearbeitet wird.

Neuseeland möchte die Treibhausgasemissionen senken und Züchter ermutigen, Schafe mit geringerem Methanausstoß zu züchten.

Wie die Branchenorganisation Beef+Lamb New Zealand (B+LNZ) mitteilte, wurde nach mehrjähriger Forschungsarbeit nun als Weltneuheit ein Methanzuchtwert für ein genetisches Programm zur Verringerung des Ausstoßes dieses Gases eingeführt.

Denn bisherige Forschungsergebnisse zeigen, dass einzelne Schafe unterschiedliche Methanemissionen aufweisen und diese Eigenschaft an die nächste Generation weitergeben. Ziel sei nun, die "schadstoffarmen" Tiere zu identifizieren und für die Zucht zu verwenden.

Züchter, die an dem Methanzuchtwertprogramm teilnehmen möchten, müssen Tiere ihrer Herde der Branchenorganisation zufolge in transportablen Akkumulationskammern messen lassen, die zu den Farmen gebracht werden. In den Kammern werden laut B+LNZ im Abstand von 14 Tagen zwei Mal rund 50 Minuten die Gasemissionen der Schafe gemessen. Die daraus resultierenden Informationen würden dann zusammen mit anderen genetischen Informationen verwendet, um den Methanzuchtwert zu berechnen.

Der Methanzuchtwert sei ein Instrument, um die Verpflichtungen des landwirtschaftlichen Sektors zum Klimaschutz umzusetzen. Es werde auch an weiteren Maßnahmen gearbeitet, welche die Methanemissionen senken, beispielsweise durch spezifische Futterpflanzen. Andere Technologien zielten auf die Pansenmikroben ab, die für die Methanproduktion verantwortlich seien. So könnten methanreduzierende Verbindungen, die von Pansenkapseln abgegeben würden, möglichweise eine Verringerung von 30 % bringen.

Quelle: AgE

Foto: Hansjörg Schulthess, pixelio.de

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