Praxismanagement

Wann beginnen die Notdienstzeiten?

Gesetzlich geregelt
Die Überarbeitung der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) enthält einen neuen Paragraphen 3a “Gebühren für tierärztlichen Notdienst”. Foto: Stefanie Hofschläger, pixelio.de

Ab 2020 gelten in Tierarztpraxen ab 18h, nachts, an Wochenenden und Feiertagen die neuen Notdienstgebührensätze. Trifft dies auch für die "Spätsprechstunde" zu?

Im Notdienst fällt ab dem kommenden Jahr eine pauschale Gebühr von 50.- Euro an (vet-consult berichtete über den Beschluss des Bundeskabinetts über die Änderung der GOT). Die Leistungen im Notdienst sind außerdem mit mindestens zweifachem und maximal vierfachem Gebührensatz abzurechnen.

Dazu wurden neue "Notdienst-Zeiten" festgelegt:

  • "Nacht" ist täglich von 18h bis 8h des Folgetages
  • "Wochenende" ist jeweils von freitags 18h bis montags 8h
  • "Feiertage" gelten von 0.00h bis 24h des gesetzlichen Feiertages

Wie wir-sind-tierarzt.de berichtet, führte dies offenbar zu Verwirrungen, welche Gebühren denn in einer "Spätsprechstunde", also bei einer kundenfreundlichen Sprechstunde z.B. von 17-20h, abzurechnen seien. Solche Sprechzeiten werden vorwiegend in Kleintier- oder Gemischpraxen angeboten.

Es wird klargestellt: Während “regulärer Sprechzeiten” – so steht es in der Gebührenordnung, die eine Rechtsvorschrift ist – fallen diese höheren Notdienstgebühren nicht an. Bieten Praxen also Abend- oder Samstagsprechstunden an, gilt der normale Gebührensatz ohne Notdienstaufschlag.

Hintergrund: Die GOT wurde geändert, weil sich Notdienste für Praxen und Tierkliniken durch die strengen Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes und die Bezahlung eines fairen Gehaltes der Angestellten im Notdienst vielerorts nicht mehr rentierten.

Foto: Stefanie Hofschläger, pixelio.de

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