Tierseuche

Blauzungenvirus in Baden-Württemberg

Deutschland ist nicht mehr frei von der Blauzungenkrankheit. In Süddeutschland wurde die anzeigepflichtige Tierseuche vom BT-Virus Serotyp 8 (BTV-8) amtlich festgestellt.

Die Ansteckung der Tiere ist im Rahmen des routinemäßig durchgeführten jährlichen Untersuchungsprogramms nachgewiesen worden. Der Betrieb steht nun unter behördlicher Beobachtung. Um den Ausbruchbetrieb im Landkreis Rastatt wird nun ein Restriktionsgebiet mit einem Mindestradius von 150 km eingerichtet. Dies bedeutet, dass das gesamte Land Baden-Württemberg zum BTV-8-Sperrgebiet für Rinder, Schafe, Ziegen und gehaltene Wildwiederkäuer erklärt wird. Zudem ist der Südosten von Rheinland-Pfalz und das Saarland zum Sperrgebiet erklärt worden. Das Sperrgebiet muss mindestens zwei Jahre aufrechterhalten werden.

Transport und Exportbeschränkungen
Das Verbringen von Rindern, Schafen, Ziegen und gehaltenen Wildwiederkäuern innerhalb von Baden-Württemberg oder in ein BTV-8-Sperrgebiet in anderen Ländern ist ohne vorherige Impfung oder Laboruntersuchung mit Genehmigung des jeweils zuständigen Veterinäramtes möglich, sofern die Tiere beim Verbringen keine Krankheitssymptome aufweisen, die auf Blauzungenkrankheit hinweisen oder der Tierbestand nicht wegen eines Ausbruchs der Blauzungenkrankheit gesperrt ist. Das Verbringen bzw. der Export von Wiederkäuern sowie deren Sperma, Eizellen und Embryonen aus Baden-Württemberg in ein nicht reglementiertes BTV8-Gebiet ist dagegen nur zulässig, wenn die Tiere einen wirksamen Impfschutz haben, vorgeschriebene Laboruntersuchungen durchgeführt wurden oder die Tiere mindestens 60 Tage in einem Betrieb gehalten wurden, in dem die Tiere gegen Stechmücken sicher geschützt waren.
Impfappell

Der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg Peter Hauk appellierte an alle Rinder-, Schaf- und Ziegenhalterinnen und -halter im Land, ihre Tiere gegen BTV-4 und BTV-8 impfen zu lassen. Land und Tierseuchenkasse Baden-Württemberg unterstützen die Impfung mit einem Zuschuss.
Weiterführende Informationen beim Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg,
PM Landesuntersuchungsamt Koblenz, RLP

Foto: Isinor, pixelio.de

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