Reproduktion

Fruchtbarkeits-Strategie definieren

Um gute Besamungserfolge zu erzielen, ist es wichtig, vorher eine Fruchtbarkeits-Strategie für die Herde festzulegen und hinterher den Erfolg, also die Trächtigkeiten, zu kontrollieren.

Kathrin Nieland

Redakteur

Hofheim

1. Freiwillige Wartezeit (FWZ) definieren
2. Was passiert nach Ablauf der FWZ?
3. Wie kommt die Kuh zur ersten künstlichen Besamung?
  • Strategisches Presynch­/ Ovsynch­-Programm?
  • Brunstbeobachtung/Abwarten bis die Kuh von alleine in Brunst kommt?
  • Unbedingt definieren, was passiert, wenn Kuh nach 70 Tagen noch nicht gebullt hat
4. Besamung
  • Terminiert oder nach Brunst?
5. Was passiert mit Kühen, die umbullen oder TU negativ sind? Wie kommen sie zur zweiten KB?
  • Brunsterkennung
  • Resynch
6. Wann höre ich mit den Besamungen auf und selektiere das Tier?
  • Zu viele Laktationstage (z. B. > 150 d)
  • Schlechte Milchleistung
  • Chronische Erkrankungen (immer wieder hohe Zellzahlen, wiederkehrende Lahmheiten etc.)
7. Welche Möglichkeit der Trächtigkeitsuntersuchung wähle ich?
  • Rektal ab 42 Tagen (Tierarzt)
  • Ultraschall ab 28 Tage (mit Nachuntersuchung)
  • PAG im Blut/Milch: ab 28 Tage (mit Nachuntersuchung)

Erfolg des Fruchtbarkeitsprogrammes kontrollieren

Der Erfolg des Fruchtbarkeitsmanagements ist in erster Linie von der konsequenten Durchführung abhängig. Ein guter Parameter zur Beurteilung der Fruchtbarkeit ist die Pregnancy ­Rate. Sie setzt sich aus der Konzeptionsrate und Brunstnutzungsrate zusammen und soll über 20% liegen. Bleiben Besamungserfolge aus, liegt das oft an Managementfehlern oder Stoffwechselproblemen nach der Kalbung. Ein Energiemangel führt zum Beispiel immer zu reduzierter Follikelqualität. Daher muss bei Fruchtbarkeitsproblemen immer auch die Vorbereiter-­Phase, die Abkalbung und die Frischabkalber-­Phase kontrolliert werden.

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