Klimawandel

Kühe produzieren nur wenig Treibhausgase

Milchkühe abzuschaffen bringt nur wenig Erfolg für die CO2 Reduktion. Bessere Ergebnisse könnten eine effizientere Futtermittel- und Milchproduktion bringen.  

Klimaschützer argumentieren, dass das Abschaffen von Milchkühen den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren könnte. Eine neue Studie im Journal of Dairy Science widerlegt diesen Gedanken. Die US-amerikanische Milchindustrie ist für etwa 1,6% der US-Treibhausgasemissionen verantwortlich. Der Studie zufolge würde das Abschaffen aller Milchkühe in den USA die US-Treibhausgasemissionen um 0,7% reduzieren würde. Wichtig dagegen sind die nachgelagerten Effekte, beispielsweise der Umgang mit Weide- und Getreideflächen sowie die Entsorgung von Gülle und die Beschaffung von Dünger.
Weiterhin würde der Verzicht auf Milchkühe die Versorgung der Menschen mit essentiellen Nährstoffen reduzieren, was wiederum auf andere Art kompensiert werden müsste. Im Wesentlichen veranschaulicht die Studie die Schwierigkeiten, die Versorgung mit kritisch einschränkenden Nährstoffen zu erhöhen und gleichzeitig die Treibhausgas-Emissionen zu senken. 
Das Innovation Center for U.S. Dairy verfolgt das Ziel, die Milchindustrie bis 2050 CO2 zu machen. Zwischen 2007 und 2017 hat die Branche ihren CO2-Fußabdruck bereits um 19% reduziert, hauptsächlich durch verbesserte Effizienz in der Milch- und Futtermittelproduktion. In diesem Zeitraum wurde auch die für die Milchproduktion verwendete Wassermenge um 30% und die Fläche um 21% reduziert.
 Quelle:  Bundesverband Rind und Schwein , Dairyherd.com, Journal of Dairy Science

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