Kälberaufzucht

Was bringt die intranasale Impfung?

Atemwegserkrankungen bei Kälbern sind ein häufiges Problem. Was die Effekte von intrannasalen Impfungen sind, hat nun eine finnische Arbeitsgruppe untersucht.

In Finnland besteht die Rindfleischproduktion zu großen Teilen aus der Aufzucht von Bullenkälbern. Durch die immer wieder auftretenden Atemwegserkrankungen entstehen hier große wirtschaftliche Verluste in den Bereichen Tageszunahme, Behandlungskosten und Sterberaten. Aktuell ist eine Impfung gegen die üblichen Erreger in Finnland nicht verbreitet. Doch durch die immer größeren Betriebe wird die Frage nach Präventivmaßnahmen laut. Von Interesse ist an dieser Stelle ein intranasaler Impfstoff.
Die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Helsinki führte einen Versuch durch, in dem ca. 500 Kälber in zwei Gruppen begleitet wurden. Eine Hälfte erhielt eine intranasale Impfung (Rispoval RS +PI3). Die andere Hälfte der Kälber befand sich in abgetrennten Stallabteilen und blieb unbehandelt.
Bei den Tieren wurden bis zum Transport zu den Endmastbetrieben folgende Parameter untersucht:
  • Tageszunahme
  • Behandlungsinzidenz
  • Mortalität

Durchaus positives Ergebnis 

Das Ergebnis: Geimpfte Kälber wiesen weniger ausgeprägte Atemwegsprobleme auf als ungeimpfte Kälber. Die Behandlungsinzidenz senkte sich jedoch nicht. Dafür stiegen die Tageszunahmen der geimpften Kälber. 
Wichtig festzuhalten ist zudem, dass der Effekt der Impfung am größter war, wenn die Kälber älter als 17 Tage waren. Auf jüngere Kälber hatte die Maßnahme keinen Einfluss. Dies führten die Wissenschaftler auf ein Zusammenspiel des Impfstoffs und maternalen Antikörpern zurück.
Quelle: VETimpulse, September 2020

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