Tierseuchen

Auf dem Weg zum ASP-Impfstoff

Chinesische Forscher melden einen Durchbruch bei der Entwicklung eines Lebendimpfstoffes gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP).

Bislang wurde keine Eintrag der ASP nach Deutschland festgestellt.  (Bildquelle: FLI, Stand 10.3.2020)

Wissenschaftler des Harbin Veterinary Research Institutes entfernten sieben Gensegmente aus Chinas ersten ASP-Isolat (HLJ/2018) und erzeugten durch die Rekombinationstechnologie und Gendeletion ein neues abgeschwächtes Virus (HLJ/18-7GD) für den Impfstoff.
In Testreihen konnte nachgewiesen werden, dass sich bei Schweinen, denen der neue Impfstoff verabreicht wurde, das klassische ASP-Virus nicht in den parenchymalen Organen, im Blut oder den Lymphknoten vermehrte. Es war nach etwa zwei Wochen im Körper nicht mehr vorhanden und konnte in vivo nicht aufrechterhalten werden.
Bei Sauen habe die Immunisierung durch den Impfstoff keine negativen Auswirkungen auf Trächtigkeit oder die Zahl der geworfenen Ferkel gehabt. Die Forscher konnten zudem den Impfstoffstamm effizient in primären Knochenmarkzellen von Schweinen kultivieren und mindestens 200 000 Impfstoffdosen aus den Primärzellen eines Ferkels herstellen.
Auch die Amerikanische Gesellschaft für Mikrobiologie (ASM) hatte kürzlich über die Entwicklung eines experimentellen Impfstoffs berichtet. Dabei wurde ebenfalls über die Entfernung eines Gens, allerdings aus dem Stamm des ASP-Georgien-Virus, ein Vakzin namens I177L entwickelt. Die damit geimpften Schweine blieben laut ASM in der Beobachtungszeit von 28 Tagen ohne klinische Symptome und zeigten auch keine Virusausscheidung.
Quelle: AgE