Tierseuchen

Australien: ASP-Virus in illegalen Schweinefleischimporten

Aus Furcht vor einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat Australien seine Biosicherheitskontrollen an den Grenzen verstärkt. Auch Taiwan führt verstärkte Kontrollen der Flugpassagiere aus ASP-Ländern durch.

In sechs von insgesamt 152 Laboranalysen von beschlagnahmten Schweinefleisch wurde das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nachgewiesen. Das Fleisch war in einem Zeitraum von zwei Wochen bei der Einfuhr in internationalen Flughäfen oder in Postverteilzentren sichergestellt worden. Die Abteilung Biosicherheit im australischen Agrarministerium kündigte nach diesem Resultat höchste Wachsamkeit an.
Generell muss das Mitbringen von Lebensmitteln, Pflanzenmaterial oder tierischen Produkten im Gepäck von Reisenden angemeldet werden. Bei Online-Bestellungen muss vorher geprüft werden, was nach Australien gesendet werden kann. Schweinefleischprodukte dürften nur unter ganz bestimmten Einfuhrbedingungen importiert werden. Reisende, die ihr mitgebrachtes Schweinfleisch nicht deklarieren, können australischen Medien zufolge mit einer Geldstrafe von bis zu 263 000 Euro belegt werden oder sogar ins Gefängnis wandern.
Trotz der Funde an den Grenzen behält Australien seinen ASP-frei"-Status.

Auch in Taiwan wurde schon mit ASP infiziertes Schweinefleisch gefunden, wahrscheinlich aus China stammend. Die Regierung ordnete an, dass bei der Einreise sämtliches Handgepäck von Reisenden aus ASP-Ländern untersucht werden soll. Dazu zählen neben China auch Russland, Rumänien, Polen, Ungarn, die Ukraine und Belgien. Bisher wurde laut Regierungsangaben nur bei etwa 30 % dieser Reisenden das Gepäck auf illegale Fleischprodukte kontrolliert. Mit neuen Röntgengeräten und mehr Personal soll dieser Anteil vor allem an Flughäfen auf 100 % steigen.
Quelle: AgE

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