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Sauen gegen Mykoplasmen impfen?

Tierärztin Dr. Maria Klingenberg stellt multiple Ansätze der Mykoplasmen-Kontrolle vor.

Der Haupterreger der Enzootischen Pneumonie, Mycoplasma hyopneumoniae oder kurz M. hyo, führt weltweit zu großen Schäden. Um die Ferkel zu schützen hat sich daher eine Ferkelimpfung etabliert. Sauen werden derzeit noch nicht routinemäßig geimpft, obwohl frühere Studien belegen, dass die Muttertiere den Erreger an ihre Ferkel übertragen.
Daher stellt sich die Frage, welchen Effekt die Sauenimpfung auf die Besiedelungsrate der Ferkel mit M. hyo zum Absetzen und die Lungengesundheit von Endmastschweinen am Schlachthof hat. Dazu fand ein Versuch auf einem konventionellen Ferkelerzeugerbetrieb mit 400 Sauen und Ferkelaufzucht sowie Mast statt.
Das Ergebnis: Eine Impfung von Sauen gegen M. hyo kann eine frühe Besiedelung der Saugferkel mit Mykoplasmen reduzieren oder möglicherweise sogar verhindern. Daher kann eine zusätzliche Muttertierimpfung insbesondere in Kombination mit einer Impfung der Ferkel eine sinnvolle Ergänzung sein. Wie jede Veränderung im Impfmanagement sollte diese Möglichkeit intensiv mit dem Hoftierarzt besprochen werden, um die ideale Vorgehensweise betriebsindividuell zu ermitteln.

Die praktizierende Tierärztin spricht über einen Mykoplasmenfall in der Praxis. (Bildquelle: Vortrag Klingenberg )

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