Afrikanische Schweinepest

Wildschutzzaun an deutsch-polnischer Grenze

Der Bau des Wildschutzzauns in Mecklenburg-Vorpommern entlang der deutsch-polnischen Grenze kommt voran. Der Zaun soll auch über einen Strandabschnitt auf Usedom laufen.

Wie Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus bei einem Besuch vor Ort im Seebad Ahlbeck am vergangenen Donnerstag mitteilte, ist seit Baubeginn im Juli rund die Hälfte der Gesamtstrecke von 62,5 km fertiggestellt worden. „Dieser Abschnitt am Strand stellt auf einer Länge von rund 80 m Metern eine Herausforderung dar. Wir brauchen eine Lösung die eine möglichst geringfügige optische Beeinträchtigung dieses beliebten Strandabschnitts darstellt und den Besucherverkehr so wenig wie möglich einschränkt“, erklärte Backhaus. Dies werde durch Tore erreicht, welche Personen und Rettungsfahrzeugen die Passage ermögliche. „Für mich steht fest, dass auch dieser Abschnitt für das Schwarzwild geschlossen werden muss. So machen wir es den Wildschweinen deutlich schwerer, von Polen nach Mecklenburg-Vorpommern zu wechseln und das in Polen grassierende Virus einzuschleppen“, betonte der Minister.
Damit der Zaun bis Ende November fertiggestellt werden könne, seien vier Unternehmen mit dem weiteren Bau beauftragt worden, der bisher von Mitarbeitern der Landesforstanstalt errichtet worden sei. Zudem müsse diese Barriere auch ständig überwacht und instandgehalten werden; ein Mitarbeiter müsse für den tierschutzkonformen Betrieb stetig verfügbar sein, falls Tiere hier verunfallten. Backhaus rief mit Blick auf die ASP-Bekämpfung in Brandenburg zur Geschlossenheit auf. Eine solche Tierseuche lasse sich nur erfolgreich bekämpfen, wenn alle zusammenarbeiten und die notwendigen Maßnahmen unterstützen würden.
Aktueller Stand des ASP-Ausbruches 
In Brandenburg sind in der vergangenen Woche weitere Wildschweine tot aufgefunden worden, die sich mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert hatten. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium mitteilte, hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) mittlerweile 91 ASP-Fälle bestätigt. Damit sind innerhalb einer Woche 21 neue Nachweise hinzugekommen. Alle Kadaverfunde erfolgten in den bisherigen Kernzonen; die meisten ASP-Wildschweine wurden mit 72 Tieren im Landkreis Oder-Spree entdeckt.
Quelle: AgE

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